Neembaum, Neem gegen Schädlinge

 

Eigene Erfahrungen

Es begann 1996, als wir damals in verschiedenen Gärten zahlreiche Tests an vielen Pflanzen durchgeführt haben, um selbst über den Umgang mit Neemwirkstoffen Erfahrungen zu sammeln. Bis dahin gab es leider nur wenige Angaben über die Verwendung von Neem zur Pflanzenpflege.

Für unsere ersten Versuche mit Neem stand unser Garten und die Asseln verseuchte Waschküche als Versuchsobjekt zur Verfügung. Gerne nahmen auch viele Verwandte und Bekannte mit der Zeit meine Kenntnisse wahr und so kam Neem oft zum Einsatz, immer mit Erfolg. Ich spritzte des öfteren gegen Apfelwickler, Läuse, Spinnmilben, Dickmaulrüssler, Mehltau oder Krautfäule an Tomaten etc. In der Waschküche fielen die Asseln fast 3 Jahre lang nach dem ersten Spritzen mit Neem noch von der Wand runter. Auch lag einmal an einem Nussbaum eine rätselhafte Wachstumsstörung vor, schauen Sie ihn sich einmal heute an, wunderbar. Auf gleichem Grund stehen einige Apfelbäume, welche bereits im Frühling mit Mehltau befallen waren, auch diese wurden in Kürze davon befreit. Meinen Tomaten hatte der Fäulepilz nichts anhaben können, während mein Nachbar die ganzen Stauden ausreissen musste! 2003 konnte ich einen langjährigen Freund (Landschaftsgärtner) dazu bewegen im eigenen Garten Neem einzusetzen. Dank seinen Erfahrungen hat ihn sogar sein Arbeitgeber damit beauftragt, Neem auf Kundenwunsch einzusetzen. Auch er bestätigt mir immer wieder neue Erfolge.

In den Jahren 2002 -2007 habe ich in der Region Basel verschiedene Experimente an Rosskastanienbäumen unternommen. Auch die Stadtgärtnerei Basel-Stadt, Baumpfleger und Private zeigen an meiner Studie grosses Interesse. Bei dem Projekt ging es darum, herauszufinden, ob Neemwirkstoffe den Rosskastanienbäumen helfen, sich gegen die Miniermotten-Plage zu wehren. Dank den Erfolgen in den vergangenen Jahren haben sich bereits einige wieder dazu entschlossen ihre Kastanienbäume auch in diesem Jahr behandeln zu lassen bzw. selbst zu behandeln.

Siehe auch Miniermotten Projekt.

Vorwort zum Neembaum

(Neem = engl. wird Nim ausgesprochen z. B. wie Nil). Deutsch = Niem, Indischer Flieder bzw. indischer Zedrach oder Niembaum.

Siehe auch Die Namen des Neems.

Der Neembaum (Azadirachta indica bzw. Antelaea Azadirachta) gehört zur Familie der Mahagonigewächse, den sogenannten Meliaceae. Unter trocken heissen Bedingungen wachsen Neembäume extrem schnell. Ihr leicht aromatischer Duft lockt verschiedene Insekten, zum Beispiel auch Bienen an. Eine besondere Spezialität ist der Neemhonig den Bienen erzeugen, die fast ausschliesslich an Neemblüten, Pollen und Nektar nippen. Leider ist dieser Honig bislang nur in Indien erhältlich. Nach der Blüte des Neembaums bilden sich die kleinen Neemfrüchte, die ähnlich wie die Blätter auf kurzen Stielchen an einem Zweig hängen und zunächst grün gefärbt sind. Die Früchte wachsen zur Grösse von Oliven heran und unterscheiden sich auch in der Form kaum von ihnen. Im reifen Zustand werden sie dann gelblich und weich. Jetzt können sie geerntet werden. Überall dort, wo der Neembaum wächst, nutzen die Menschen seine Samen auch zur Ölgewinnung. Der Ölanteil der Samen liegt bei 40 bis 50 Prozent, was den Neembaum zu einem wichtigen Öllieferanten macht. Die Samen enthalten ca. 60 Wirkstoffe und das Öl lässt sich hervorragend zur Schädlingsbekämpfung einsetzen. Neem hat bei systemischer Anwendung zufriedenstellende Ergebnisse zum Beispiel bei Weizen, Gerste, Tomaten, Reis, Apfelbäumen, Rhododendron, Baumwolle und Chrysanthemen geführt.

Nur wenigen Menschen gelingt es übrigens, eine solche Neemfrucht mit uneingeschränktem Genuss zu essen. Die Kerne schmecken so bitter, dass selbst die bitterste Arznei dagegen noch wohlschmeckend erscheint. Es gibt aber auch Neemrezepte mit der Zutat (Gewürz) einer bestimmten Neemsorte in Thailand. Zur Zeit wachsen etwa 18 Millionen Neembäume in Indien, und mittlerweile haben sie sich in nahezu ganz Südostasien verbreitet. Gleichzeitig wurde er in allen anderen heissen Ländern unserer Erde importiert. In den heissen afrikanischen Ländern wurde der Neembaum schnell zur begehrten Pflanze.

Das Wort "Neem" stammt übrigens aus dem Sanskrit, dem Ursprung aller indoeuropäischen Sprachen, und bedeutet übersetzt "der Heilspender und Krankheitserleichterer". Bereits in 3500 Jahre alten religiösen Aufzeichnungen wird der Neembaum in diesem Zusammenhang erwähnt. In seiner Heimat Myanmar (Burma) bzw. Indien wird er seit jeher als Gesundheitsspender für Pflanzen, Tiere und Menschen regelrecht verehrt. Da der Neembaum gerade für Menschen in punkto Gesundheit enormes zu bieten hat, trägt er mancherorts sogar den Beinamen "Dorfapotheke". Zu Recht, denn viele der überlieferten Rezepte halten auch einer wissenschaftlichen Überprüfung stand. Heute noch verwenden Millionen Menschen in Indien und Afrika kleine Neemästchen (Zweige) für ihre tägliche Zahn- und Mundhygiene. Bevor die Weide als Heilmittel (Aspirin) entdeckt wurde, fand Neem in der Heilkunde seine Anwendung. Erst das Aufkommen der Pharmaindustrie verdrängte Neem nach dem 2. Weltkrieg.

Landwirtschaftliche Schädlingsbekämpfung mit Neem

Neemwirkstoffe bewähren sich als eines der besten natürlichen und ungiftigen Mittel zur Schädlingsbekämpfung und zum Schutz von Nahrungs- und Zierpflanzen. Sowohl in der Landwirtschaft wie im häuslichen Bereich ist Neem seit Tausenden Jahren zu diesem Zweck im Einsatz. Man pflügt Neemblätter in Reis und Zuckerrohrfelder ein um die Ernte zu schützen und die Anzahl von Schädlingen in verträglichen Grenzen zu halten, beziehungsweise zu verringern. Der natürliche Schutz vor Pilzbefall, Bakterien und Viren, den Neem den Pflanzen gibt, versetzt Wissenschaftler überall auf der Welt immer wieder in Erstaunen. In Europa wurde der Neembaum durch Professor H. Schmutterer (Uni-Giessen) wieder populär. Als sich der Herr Professor gerade 1958 im Sudan aufhielt, erlebte er mit, wie eine Heuschreckenplage über das Land einfiel und nichts mehr von dem Grün der Pflanzen übrig liessen, ausser das der Neembäume. Somit begann die neue Ära dieses Wunderbaumes für Europa. Bislang fand der Grossteil der Forschung über Neem rund um seine Anwendung in der Landwirtschaft statt. Nachdem mehr als 250 verschiedene Pflanzen auf ihre insektiziden Wirkungen untersucht wurden, war der Konsens der führenden Wissenschaftler in der Welt, dass Neem die wirksamste und umweltfreundlichste Pflanze ist. Inzwischen fanden eine Reihe internationaler Neemkonferenzen in verschiedene Erdteilen statt. Pestizide, die aus bzw. mit Neem hergestellt werden erringen erst allmählich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Neem verspricht eine echte natürliche Alternative zu synthetischen Insektiziden zu bieten.

Verbesserung der Erde mit "Neemkuchen"

Den Rest, der übrig bleibt, wenn das Öl aus den Samenkernen herausgepresst worden ist, nennt man Neemkuchen (Neempresskuchen). Dieser Stoff ist, seit man sich erinnern kann, in Indien zur Bodenverbesserung benutzt worden. Es ist eine Erfahrung von indischen Bauern, dass die Erde grössere, gesündere Pflanzen wachsen lässt, die weniger unter Schädlingen zu leiden haben, wenn man dieses Restgut in den Boden einbringt. Mehrere Studien sind unternommen worden, um herauszufinden, warum Pflanzen besser in Erde gedeihen, in die Neemkuchen untergemischt wurde. Diese Untersuchungen führten zum Ergebnis, dass der Neemkuchen reicher an Nährstoffen ist als Mist, dass er Nematoden (schädliche Bodenwürmer) sicher abtötet, die Vermehrung von Regenwürmer und anderen nützlichen Erdwürmer fördert, mehr Stickstoff im Boden hält und den Pflanzen verfügbar macht und deutlichen Schutz vor Schädlingen bietet. Diese Kombination von Wirkungen führt zu meist idealen Wachstumsbedingungen für die Pflanzen. Indem Neem Nematoden in der Erde tötet wird ein Hauptpflanzenschädling vernichtet. Nematoden saugen die Säfte aus den Pflanzenwurzeln, die damit nicht genügend Nährstoffe weiter nach oben transportieren können. Die Pflanzen sehen krank aus, wachsen nicht weiter und können schliesslich absterben, obwohl man ihnen genügend Pflanzennahrung, Wasser und Pflege angedeihen lässt. Da Neem die Zahl der nützlichen Regenwürmer vermehrt, wird der Boden lockerer gehalten, und die Wurzeln können Wasser wie Nährstoffe leichter aufnehmen. Regenwürmer reichern die Erde auch mit einfach verwertbaren Nährstoffen an, weil sie absterbende Pflanzenmasse aufnehmen und umsetzen.

Neemkuchen reduziert gleichzeitig die Nitratbildung im Boden, indem es die Entwicklung und Vermehrung von nitratproduzierenden Bakterien unterdrückt. Einige Studien haben erbracht, dass die Erntemenge fast verdoppelt und die Qualität spürbar verbessert wird, wenn man Neemkuchen und Mist miteinander vermischt und als Naturdünger in den Boden bringt. Indem Neemkuchen junge Pflanzen im ersten Wachstumsstadium vor Schädlingen schützt, können sie ihre eigenen natürlichen Abwehrkräfte genügend entwickeln. Die Inhaltsstoffe von Neem werden von den Pflanzen allmählich absorbiert und erhöhen die natürlichen Abwehrmechanismen mit ihren nachgewiesenen Eigenschaften des Schutzes vor Pilzbefall und Schadinsekten.

Die Waffen des Neem

Pflanzen haben unterschiedliche Waffen entwickelt, um ihren Feinden entgegen zutreten. Sie stechen mit Dornen, setzen bei Berührung brennende Gifte frei oder produzieren spezielle Substanzen, die sie davor bewahren, ein leichtes Opfer ihrer Widersacher zu werden. Der Neembaum schützt sich vor Insekten die nur zu gern von seinen Pflanzenteilen naschen würden, mit für diese unverträglichen Abwehrstoffen. Als Lieferant dieser natürlichen Pflanzenschutzmitteln gebührt ihm eine besondere Wertschätzung; Seine Produkte bieten mannigfaltige Einsatzmöglichkeiten und sind ausserordentlich wirksam.

Die Extrakte enthalten eine Mixtur aus 60 verschiedenen Inhaltsstoffen deren Anteile je nach Herstellungsweise variieren können. In den letzten Jahrzehnten testeten Entomologen, das heisst Insektenkundler, Neemsubstanzen erfolgreich bei mehr als 400 Insektenarten. Andere Wissenschaftler untersuchten die Wirkung von Neem bei einigen Milben, Fadenwürmer, Pilzen, Bakterien und auch einzelnen Viren. Für wirksamen Schutz gegen bestimmte Schädlinge genügen demnach manchmal schon Neemkonzentrationen von weniger als ein Zehntel Parts per Million (ppm) in den Extrakten, das entspricht 0,00001%. Umgerechnet wäre das ein Fingerhut voll Neem auf ca. 4000 LIter Wasser.

Fressen die Insekten einmal das mit Neem behandelte Pflanzenmaterial, gelangen die Neemsubstanzen in den Tierkörper und greifen drastisch in die Lebensvorgänge des Organismus ein. Das normale Wachstum wird verzögert bis hin zur Fortpflanzungsunfähigkeit. Diese Stoffwechselprozesse der Insekten werden durch ein sensibles Hormonsystem gesteuert, das durch bestimmte Neemwirkstoffe ausser Kontrolle gerät. Hierbei tritt besonders das Azadirachtin, einer der Hauptwirkstoffe des Neems, als Auslöser in Aktion. Es ähnelt in seiner Struktur sehr stark dem Häutungshormon der Insekten, dem sogenannten Ecdyson, welches das normale Wachstum steuert.

Mit dem Ausschlüpfen aus dem Ei beginnt die mit mehreren Häutungen verbundene Entwicklung des Jungtieres. Die Larven wachsen sehr schnell und die nicht dehnbare äussere Haut wird bald zu eng. Unter dem Einfluss der Häutungshormone bildet sich unter der alten eine neue, grössere Haut, und schliesslich wird die alte Haut abgestreift. Bei einigen Insekten wiederholt sich dieser Vorgang mehrfach. Sie werden von Mal zu Mal dem erwachsenen Tier ähnlicher, bis aus der letzten Häutung das geschlechtsreife Tier hervorgeht. Das einzige Ziel ist nun die Fortpflanzung. Bei anderen Insekten, zum Beispiel Fliegen, Mücken und Flöhen, verpuppt sich dagegen die ausgewachsene Larve. Die vollkommene Umwandlung zum erwachsenen Insekt erfolgt bei ihnen quasi in einem Entwicklungsschritt. Auch diese Metamorphose unterliegt der Steuerung durch das Ecdyson. Die Ecdyson-Produktion wird je nach Azadirachtin-Konzentration reduziert, so dass keine normale Häutung mehr möglich ist. Die Synthese und Freisetzung des echten Hormons wird schliesslich eingestellt, und als Folge unterbleiben die weiteren Entwicklungsschritte. Die Larven bleiben, wenn sie nicht alsbald sterben, noch für einige Zeit als "ewige Jugendliche" im letzten Entwicklungsstadium.

Ein erstes Problem, das bei Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel regelmässig auftritt, ist die Resistenzbildung. Etliche Insekten werden unempfindlich gegen ehemals hochwirksame Pestizide. Ein typische Beispiel dafür ist die Anopheles-Stechmücke, die die gefürchteten Malariaerreger auf den Menschen überträgt. Durch genetische Veränderungen hat sie eine vollständige Immunität gegen das Insektenbekämpfungsmittel DDT erworben. Einzelne Exemplare einer Schädlingsart, die durch eine der Laune der Natur auf Grund ihrer genetischen Anlagen eine geringere Empfindlichkeit gegen das Bekämpfungsmittel aufwiesen, überlebten die Behandlung und pflanzten sich weiter fort. Damit wächst eine neue Generation heran, die die Immunität ihrerseits weitervererbt. Bedingt durch die schnelle Generationsfolge der Insekten entsteht in absehbarer Zeit eine neue jetzt schwerer zu bekämpfende Population von Schädlingen.

Übrigens entwickeln sich Resistenzen besonders rasch gegenüber Insektiziden, die nur an einer Stelle in den Stoffwechsel der Organismen eingreifen. Je weniger Angriffspunkte das eingesetzte Mittel besitzt, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass einige Tiere nicht betroffen sind. Dadurch sind Misserfolge von chemisch-synthetischen Produkten, die oft nur einen Wirkstoff enthalten, schon vorprogrammiert. Die komplexe Mischung von verschiedenen Wirkstoffen im Neem verhindern hingegen den schnellen Aufbau von Immunität.
Mehrere Untersuchungen, deren Ziel es war, bei unterschiedlichen Insekten Resistenzen gegen Neem zu provozieren, belegen diese Tatsache: Beispielsweise reagierten Kohlmotten in einem Versuch auch in der 35-sten Nachfolgegeneration gegen Neem noch genauso empfindlich wie die Ursprungstiere. Allerdings ist ein allmählicher Resistenzaufbau bei Verwendung von reinem Azadirachtin theoretisch möglich, aber wenig realistisch.

Eine besonders raffinierte Rolle spielen hierbei spezielle Neeminhaltsstoffe, die Einfluss auf die Vitalität erwachsener Tiere nehmen Fortpflanzungsfähige Insekten geraten offenbar in einen völlig verwirrten Zustand: Sie fliegen kaum noch oder gar nicht mehr, so dass die Suche nach einem Paarungspartner schliesslich gänzlich aufgegeben wird. Sollte es vorher schon zu einer Insektenhochzeit gekommen sein, legen die Weibchen keine oder deutlich weniger Eier. Wissenschaftler sagen Neem eine langfristige Effektivität voraus. Im Gegensatz zu Neem unterscheiden chemisch-synthetische Insektenvernichtungsmittel nicht zwischen "nützlich" und "schädlich" und greifen so rigoros in die natürlichen Gleichgewichte ein. Nicht nur Schädlinge auch die "guten Tiere", die Hilfreiche Dienste im Pflanzenschutz leisten werden vernichtet.

Gerade in dieser Hinsicht hat Neem mal wieder die Nase vorn: Nach dem Einsatz von Neemprodukten werden ausschliesslich saugende und beissende Insekten, die sich direkt von Pflanzenmaterial ernähren, stark durch seine Wirkstoffe angegriffen. Demgegenüber bleibt Neem für räuberische Nützlinge, zum Beispiel manche Wespenarten völlig ungefährlich.

Die in den Schädlingen enthaltenen Konzentrationen sind meist zu gering, als dass sie Auswirkungen auf deren Fressfeinde, die Nützlinge, haben könnten. Dies lässt sich dadurch erklären, weil es bei den beiden verschiedene Insektentypen zu unterschiedlichen Einflüssen der Stoffwechselvorgänge kommt. Auch Schmetterlinge und Bienen, also Tiere die nur an Blütennektar und Pollen nippen, nehmen damit keine nennenswerten Neemkonzentrationen auf.

Wirkung auf Nützlinge

Gegen viele Nützlinge, wie parasitische Hautflügler und die Honigbiene, zeigen Neemprodukte keine oder nur geringe Wirkung. Bei der Honigbiene traten in Flugkäfigversuchen nur in Kleinstvölkchen, wie sie zur Königinnenzucht Verwendung finden, Schädigungen bei der Brut in Erscheinung, während bei 3-Waben-Völkchen mit schätzungsweise etwa 1500-2000 Arbeitsbienen keinerlei negative Beeinflussung nachweisbar war (Prof. H. Schmutterer & Holst, Giessen 1987). Untersuchungen zur Nebenwirkung auf die Florfliege: Chrysoperla carnea zeigten im Laborversuch eine repellente Wirkung auf die Larven und eine hohe Mortalität bei Kontakt mit frischem Spritzbelag. Unter Freilandbedingungen schädigte NeemAzal-T/S die Larven nicht (Vogt & Händel, 1996). Zum selben Ergebnis kamen auch (HERMANN et al. 1995, 1996). Neemextrakte erwiesen sich als harmlos gegenüber der Kohlweisslingsbrackwespe (Apanteles glomeratus). Im Freiland ist generell eine nur geringe bis keine Schädigung von Nützlingen zu erwarten. Gründe hierfür sind z. B. Witterungseinflüsse, die den schnelleren Abbau des Präparates bewirken (Temperaturschwankungen, UV-Strahlung, Niederschläge) oder das Vorhandensein nicht oder unzureichend behandelter Refugien, in denen sich Nützlinge zeitweise aufhalten (HERMANN et al., 1998).

Eigene Bemerkung
Es macht Sinn die Natur mit Natur zu heilen

Besonders erwähnen möchte ich in erster Linie den Erfahrungsschatz aus der ayurvedischen Medizin, welche von erfahrenen Kliniken, Ärzten, Heilpraktikern und Kassen in ganz Europa anerkannt wurde, z.B. Padma 28, hierbei spielt Neem eine massgebliche Rolle in der Heilung von vielen Krankheiten. Ein Teil meiner Kenntnisse stammen aus dem Buch "Heilkraft des Neembaum" (Goldmann Verlag). Sie enthält eine Fülle von Verweisen auf Arbeiten zahlreicher Forscher, ausführliche Fussnoten sowie ein zwölfseitiges Literatur und Quellenverzeichnis. J. C. arbeitet seit zwei Jahrzehnten in leitender Position in einem Verband, der Neembäume in den USA anpflanzt und die Wirkungen von Neem wissenschaftlich untersucht. M. K. ist Präsiden einer Firma, die zahlreiche Schönheitsprodukte herstellt, die Neem enthalten. Er gilt als einer der führenden Experten für Neem in den USA. Dr. H.S. P. ist ein aus Indien stammender Fachmann für Neem und seine Anwendungen. Neemprodukte sind von der US-EPA (amerikanischen Umweltbehörde) zur Anwendung beim Anbau von Nahrungsmitteln zugelassen!! Neemwirkstoffe besitzen keine Ähnlichkeit mit synthetischen Stoffen, welche häufig giftige Chlorverbindungen enthalten. Sie sind lediglich aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff aufgebaut und leicht wieder vollständig abgebaut. Auch biologisch gesehen hinterlässt Neem keine Spuren in der Natur, wie z.B. Insektizide oder Kupfer. Ein wesentlicher Betrag zur Bekämpfung von Schadinsekten mit Neemprodukten hat auch der Moterator und Schriftsteller J. P. geleistet, in dem er das Buch "Wunderbaum Neem" veröffentlichte. Viele Anwendungen wie sie in diesem Buch vorgeschlagen sind habe ich ausprobiert. Mir ist u.a. bekannt, dass die Getreide-Mühle Birlin in Rheinfelden-Degerfelden, Neem seit Jahren erfolgreich zur Abwehr von Schädlingen einsetzt. Der Umweltpreisträger Dr. H. R. H. (CH) Insektenforscher und Welternährungspreisträger berichtet über umwerfende Resultate mit Neem. (Biovision)
 
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