Pflanzenkrankheiten und Schadinsekten

Behandlungstipps PDF


 

Ameisen, Käfer

Mit Neemöl oder Neemöl-Emulgator Gemisch können auch Barrieren gezogen werden, um z.B. Ameisen oder Dickmaulrüsslern, Wanzen usw. den Weg zu versperren. So können auch wertvolle Kübel und Topfpflanzen vor Insekten geschützt werden, welche auf dem Boden, Treppenstufen oder Balkonmauern stehen.
Zu Beginn der Anwendung lohnt es sich, in die Topf-Untersetzter 2-3 Tropfen Öl hinein zugeben. Untersetzter werden mit Wasser gefüllt und die Töpfe stellt man wieder zurück auf die Untersetzter. Die Insekten nehmen dann Reissaus. Topf-Kübel und Freilandpflanzen einmal im Monat giessen 1:2000. Weiter kann das Eindringen in Keller-, Wohn- und Vorratsräume von Kellerasseln oder Ameisen verhindert werden. Da das Öl einen natürlichen Ursprung hat wird es praktisch vollständig wieder zersetzt und es kommt nur vorübergehend auf Stein-Platten o. ä. zu Flecken. Ameisen zügeln das Quartier um, (z. B. unter Wegplatten), wenn die Anwendungen wöchentlich wiederholt werden rmit 1-2% Neemöl-Emulgator Gemisch (oder Anstriche pur aufträgt).

Ein Schutzstreifen (3-5 cm) kann mit purem Öl (Pinsel) oder aber auch verdünnt (spitzen) aufgetragen werden. Auf Kunstharzanstrichen, Metal, Glas etc. lässt sich das Öl leicht wieder reinigen/entfernen. An schattigen Stellen kann die Haftung der Wirkstoffe mehrere Wochen/Monate betragen. Wo aber das Sonnenlicht einen starken Einfluss hat, wirken die Massnahmen weniger lang. Es wird dort gegebenenfalls ca. alle 3-4 Wochen eine regelmässige Wiederholung der Anwendung nötig sein, wenn das Problem wieder zunimmt.

Um Blattfrass von Heuschrecken, Dickmaulrüsslern, Kartoffelkäfern oder Rauben vorzubeugen helfen Blattduschen mit 0,25% -1% (Buchsbaumzünsler 2-4%).

Ameisen tragen im Frühjahr die Läuse in die Baumkronen, wo sie von den Ameisen als Futterquelle genutzt werden. Läuse produzieren Honigtau der den Ameisen als Nahrung dient. Mit Barrieren bzw. Baumanstrichen mit Neemöl (oder Neemöl-Emulgator Gemisch) kann eine starke Ausbreitung von Lausbefall eingedämt werden. Sind Läuse einmal an den Pflanzen, findet eine ungehinderte Vermehrung der Tiere statt, denn Blattläuse gebären lebenden Nachwuchs in den Sommermonaten. Es sind alles Weibchen. Erst im Herbst legen die Läuse Eier ab, welche meist im Boden oder Ritzen überwintern. Siehe auch Läuse

Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis)

Die Raupen fressen zunächst die Blätter des Buchs, anschliessend auch die grüne Rinde um die Zweige. Alle nach den Frassstellen liegenden Pflanzenteile sterben ab. Die ganze Pflanze ist von einem Gespinst umgeben, in dem helle Kotkrümel sichtbar sind.

Eine Behandlung erfolgt rechtzeitig bei Befall im März/April (je nach Frühjahrswetterlage ab + 7°C ) mit einer Behandlung von 4 % Neemöl-Emulgator Gemisch. Die Spritzlösung auf die zu behandelnden Pflanzen tropfnass aufsprühen, danach werden alle Rauben innert 24-48 Stunden abgetötet.
Die Larven der letzten Eiablage vom Jahr, überwintern in Kokons zwischen den Blättern oder in Ritzen von Bäumen in der Nähe der Buchs-Pflanzen, also nicht zwingend auf den Buchsbäumen/Sträucher.

In einigen Fällen können vorbeugende Behandlungen mit 1% Neemöl-Emulgator Gemisch genügen. Anderen
Berichten zufolge, kann die Wirkung bei Befall auch mit nur 2% durchgeführt werden.

Achtung, es sind 3-4 Generationen in einem Jahr möglich, daher sind 6-8 Wochen später erneut Behandlungen erforderlich, wenn in der Umgebung keiner etwas dagegen unternommen hat. Zudem sind die Falter schnelle Flieger und breiten sich rasch aus.


Grasmilben- Gartengrasmilben (Trombicula autumnalis)

Bei Raupen und Larven stört Neem das fein austarierte Hormonsystem. Dadurch gehen diese Insekten langsam ein. Andere Schädlinge werden schon durch den Geruch so abgeschreckt, dass sie von alleine Reissaus nehmen. Hier wirkt Neem dann als Abwehrmittel oder Repellent. Deshalb kann es auch gegen die so gefürchteten Gartengras- oder Herbstmilben verwendet werden. Im Frühsommer fängt die erste Saison dieser kleinen Quälgeister so richtig an, im Spätsommer bzw. Frühherbst folgt dann die zweite Generation. Die Milben lauern an Grashalmen und niedrigen Sträuchern, um bei passender Gelegenheit auf einen Wirt aufzuspringen und dessen Blut anzuzapfen. Die Bisswunden jucken teilweise heftig und in vielen Fällen muss sogar der Hautarzt aufgesucht werden. Ob es sich im Garten wirklich um Gartengrasmilben, wissenschaftlich Trombicula autumnalis, handelt, kann einfach festgestellt werden.

Die Milbentipps: Zunächst sollte kontrolliert werden, ob es sich tatsächlich um Gartengrasmilben handelt. Dazu wird ein weisses Betttuch/Tischdecke auf der Wiese ausgebreitet. Sollten Gartengrasmilben auf der Wiese leben, so klettern diese auf die Tuchoberseite, sammeln sich dort im warmen Sonnenlicht und sind so leicht zu erkennen. Jetzt muss reagiert werden. Zunächst den Rasen schön kurz mähen, da ja die Übeltäter an den Halmen lauern. Dabei den Schnitt nicht liegen lassen, sondern sofort in die Biotonne entsorgen. Ausserdem sollte man mit wässrigem Neemextrakt die komplette Wiese einsprühen. Neem verscheucht dann entweder auf Grund seines unangenehmen Geruchs die Milben, oder es macht sie träge und faul, so dass der gefährliche Nachwuchs, also die Larven, ausbleiben.

Anwendung: Anfänglich die gesamte Bodenfläche mit 2% Neemöl-Emulgator Gemisch einsprühen (mit der Rückenspritze! Nicht mit der Giesskanne). Bei 100m2 sollten 5-Liter angemachte Lösung ausreichen (= 50ml -100ml NEG). Nach 14 Tagen nur noch 1% Lösung anmachen. Später zum Wiederholen jeden Monat 0,25% (im Winter keine Behandlung, nur wenn der Winter sehr mild war bereits ab März). Die Plage ist in der Regel schnell vorbei es muss allerdings ein wiederholen stattfinden. Im Folgejahr ist ein Abwägen der der Situation notwendig oder gar eine prophylaktische Behandlung.

Je nach Standort sind jedoch immer Grasmilben möglich!

Grasmilben PDF


Vergleich zu Krätze oder Kopflaus

Grasmilben hinterlassen bei den Menschen kleine juckende Stichverletzungen ähnlich wie von Stechmücken. Nach der Malzeit lassen sich die Larven wieder fallen. Menschen zeigen unterschiedlich starke allergische Reaktionen. Es kann sein, dass ganze Hautpartien gerötet sind und stark jucken, meistens bald oder unmittelbar nach einem Aufenthalt auf einer Wiese.

Krätzemilben lösen einen unangenehmen Juckreiz aus und es kommt zur Krustenbildung an der Hautoberfläche, weil Krätzemilben unter der Haut in Bohrgängen ihre Eier ablegen.

Läuse (bei Menschen) befinden sich in der Regel im Haar. Starkes Kopfhautjucken sind die Folgen. Bei der Ablage von Haarbürsten und Kamm liegen oft tote Läuse. Beim Haare ausbürsten und schütteln über der Wanne fallen die Läuse herunter. Läuse ernähren sich von Blut und haften ihre Eier an der Haarwurzel ab. Wirksam gegen Läuse sind das Auskämmen der Nissen mit einem Lauskamm und das Waschen der Haare mit Neem-Shampoo, bzw. Spülungen mit 3% Neemöl-Emulgator Gemisch. (siehe auch unten, Sommerräude)

Spinnmilben

Spinnmilben kommen praktisch auf allen Nutz- und Zierpflanzen vor. Bei der Obstbaumspinnmilbe (Rote Spinne) werden die Blätter schon etwa ab der Blüte von den Larven, später von den erwachsenen Milben ausgesaugt. Die Blätter sind mit kleinen silberfarbenen Saugstellen gesprenkelt. Bei starkem Befall färben sich die Blätter hellgrau bis bronzefarben. Sie vertrocknen und fallen ab. Auf der Blattunterseite saugen kleine, rötliche Larven, Nymphen und erwachsene Milben. Die Spinnmilben verbreiten sich sehr rasch, und überwintern als Ei auf der Baumrinde. Spinnmilben an Zimmerpflanzen oder Kakteen sind echt mühsame Gesellen, da sie Eier überall ablegen meist unterhalb auf Blätter oder ins Erdreich oder sogar auf Tapeten oder Mauern, wenn Pflanzen die Wand berühren. Spinnmilben lieben das trockene Raumklima und begünstigt die Vermehrung durch die Heizperiode im Winter. Der Befall wird durch das regelmässige Bespritzen der gesamten Pflanze mit 0, 25 % Neemöl-Emulgator stark reduziert, mit 2% werden alle Insekten abgetötet. Ein Wiederholen ist zwingend aber erst nach 14 Tagen. Regelmässig etwas Neempresskuchen vergält den Tieren das Zuhause in Ihren Topfpflanzen. Ausserdem mögen Spinnmilben kein feuchtes Klima und sterben ab, wenn beispielsweise die Pflanze täglich mit Wasser befeuchtet wird mit einem Zerstäuber.

Info vom Kakteenhändler. Kakteen sind relativ unempfindlich gegenüber Neemöl, wenn die Anwendungen 1:100 erfolgen. Kakteen vorbeugend oder bei Befall nur 2-3-Mal jährlich behandeln. Ebenso ist ein systemisches Vorgehen möglich 1-2-Mal jährlich.

Dickmaulrüssler

Der gefurchte Dickmaulrüssler ist ca. 1 Zentimeter lang und ist bei uns weitverbreitet. Der Käfer ist nur in der Nacht aktiv und zudem flugunfähig. Sein typisches Frassbild, die buchtenförmigen Löcher, sind besonders an Rhododendren und einigen Kübelpflanzen gut zu erkennen. Seine gelblich-weissen oder braunen Larven leben in der Erde und fressen die Wurzeln der Pflanzen. Der Käfer kann durch das Abfressen der Blätter einen immensen Schaden verursachen. Mit Blattduschen 0,5% Neemöl-Emulgator Gemisch wird den Käfern der Appetit vergehen.

Bei einer starken Ausbreitung (Rauben) ist der Boden im Umkreis der befallenen Pflanzen gut systemisch zu wässern 0,05%, alle 4 Wochen, bis eine merkliche Reduktion erreicht  wurde. Da sich die Raupen von den Wurzeln der Pflanzen ernähren sterben die Pflanzen meist ab. Im Boden bewirkt Neempresskuchen einen guten Schutz.

Behandlung: Mit einer Behandlung von 0,25 % mit Neemöl-Emulgator wird dem Käfer der Appetit vergehen (Blattduschen). Bei einer starken Ausbreitung ist der Boden im Umkreis der befallenen Pflanzen gut systemisch zu wässern. Alle 4 Wochen bis eine merkliche Reduktion ersichtlich wird oder Neempresskuchen auf der Erde verteilen. Blattfrass wird trotzdem mit Spritzen (Blattdusche) vorgebeugt, um die Käfer zu vertreiben

Dickmaulrüssler-Info PDF

Neempresskuchen ist dort sinnvoll, wo Wasserreserven knapp sind. Das Auswaschen der Wirkstoffe im Presskuchen erfolgt in der Regel durch den Regen.

Rosen

Rosen sind wachsig und holzige Gewächse und können bei Befall mit 2% Neemöl-Emulgator z.B. gegen Läuse gespritzt werden, aber nur bei Befall. Wegen der Phytotoxizität reagieren die Rosen lichtsensibel, es soll nur bei Befall mit dieser hohen Konzentration gespritzt werden bei starker Bewölkung oder am Abend. Gegen mögliche Schädlinge sollten Sie Rosen vorsorglich nur mit 0,25% alle 4-6 Wochen behandeln. Wird nicht richtig und gut vorgegangen muss der Vorgang nach 14 Tagen wiederholt werden. Sind Rosen bereits krank und es wird Neemöl-Emulgator eingesetzt, wird der Rosenstock die erkrankten Blätter abwerfen, was vielleicht nicht gerade im Sinn des Gärtners war, weil die Pflanze nun nicht mehr schön ausschaut. Erholt hätten sich die z.T. erkrankten Blätter eh nicht mehr. Bleibt noch genügend Zeit, entwickeln Rosen neue gesunde Blätter. Gegen Pflanzenkrankheiten und für empfindliche Pflanzen kann erfahrungsgemäss Neempresskuchen über den Boden verabreicht werden. Siehe auch oben Dickmaulrüssler oder Blattfleckenkrankheiten

Schimmelpilz
Siehe auch Kurzinfo

Neemöl-Emulgator Gemisch kann auch gegen Schimmelpilzbildung an Kühlschrankdichtungen, Silikonfugen im Badezimmerboden oder Spülbecken etc. angewendet werden. Einfach ein Rest 1-2% mit einem Lappen alle paar Wochen auftragen.

Schnecken

Anleitung Neem gegen Schnecken

Parasiten an Menschen und Haustieren

Parasitenbefall PDF

Miniermotten (Cameraria ohridella) an Kastanien

Der Beitrag besteht seit 2003. Gleiches Vorgehen gegen Thujaminiermotten.

Thujaminiermotte (Argyresthia thuiella)

Vorgehen "Systemisch" wie hier oben Miniermotten.
Die Larve der Thujaminiermotte ist häufig der Auslöser für das Triebsterben an Thuja und Scheinzypressen. Die 3 mm kleinen Räupchen bohren sich in die Triebspitzen und schädigen die Koniferen durch Minierfrass. Die Larven geben auch im Winter keine Ruhe, sie fressen sich an milden Tagen weiter durch die Triebe. Häufig ist der Befall im Winter noch nicht erkennbar. Erst im Frühjahr verfärben sich die Spitzen deutlich braun und vertrocknen später. Die Frassgänge der Thujaminiermotte sind im Gegenlicht deutlich zu erkennen. Damit weitere Generationen keinen Schaden anrichten können, sollten die Larven durch regelmäßige Schnittmassnahmen ab Februar/März entfernt werden, bevor die erwachsenen Thujaminiermotten im Juni zum Hochzeitsflug aufbrechen. Das Schnittgut muss konsequent aus dem Garten beseitigt werden. Allfällige Behandlungen gegen andere Parasiten und Pilze (z. B. Schuppenbräune, Kabatina thujae, Thujasplintkäfer bzw. Thujaborkenkäfer (Phloeosinus) an Zypressen oder Wachholder werden mit der Rückenspritze (Blattduschen) vorgenommen!

Sommerräude (Sommerekzem) und Räudemilben (Grabmilben)

Neemöl hat sich besonders auch zur Bekämpfung der Sommerräude bei Pferden herausgestellt. Unter Sommerräude (Sommerekzem) versteht man eine allergische, stark juckende Erkrankung der Haut von Pferden, die vorwiegend im Bereich der Mähne und Schweifrübe durch erste Scheuer- und Kahlstellen auffällt. Die allergische Reaktion (Juckreiz) wird ausgelöst durch Allergene, die von kleinen Mücken (Aedes-Arten) beim Stechen und Saugen abgegeben werden. Anfällige Pferde sollten möglichst zu Zeiten Weidegang erhalten, wo die Mücken nicht fliegen (nachts, bei Regen oder vor April bis Anfang Mai). Ansonsten die Pferde vor jedem Weidegang durch Aufsprühen des Emulsionskonzentrates 3 - 5% mittels einer Handsprühpumpe behandeln. Das Ein/ Abreiben mit Hilfe einer Bürste oder Schwamm ist ebenfalls möglich. Es sind eine Vielzahl von Milbenarten bekannt wie z. B. die Katzen-Milben (Notoedres-Milben), Ratten- und Mausmilben (Myocoptes musculinus) und Vogelmilben wie die Blutmilben (Dermanyssus-Milben) Feder und Federspulmilben (Knemidokoptes plae und Knemidokoptes mutans) auch Kalkbeinmilben genannt. Eine Behandlung ist auch für kleine Haustiere, wie Mäuse, Ratten, Vögel, Reptilien möglich, welche unter Milben leiden.

Siehe Empfehlung, Krätzemilben PDF

Schildläuse/Schmierläuse/ Blattläuse

Läuse saugen an Pflanzenteilen und schwächen das Wachstum der Pflanzen. In der Folge kann sich schwarzer Russtau bilden, welcher auf dem von Läusen ausgeschiedenen klebrigen Honigtau entsteht. Meist bringt der Pilz die Pflanzenteile zum Absterben. Frühzeitige Behandlungen sind wichtig, damit eine starke Vermehrung der Läuse verhindert wird.
Ameisen tragen im Frühjahr die Blattläuse in die Baumkronen, wo der ausgeschiedene zuckerhaltige Honigtau den Ameisen als Futterquelle dient. Mit ziehen von Barrieren/ Baumanstrichen mit Neemöl oder Neemöl-Emulgator Gemisch wird den Ameisen der Weg versperrt. Eine starke Ausbreitung von Lausbefall, bzw. Ameisenstrassen wird somit eingedämmt. Sind Läuse einmal an den Pflanzen findet eine ungehinderte Vermehrung der Tiere statt, denn Blattläuse gebären lebenden Nachwuchs in den Sommermonaten. Im Sommer sind alles Weibchen (wechsel geschlechtlich). Erst im Herbst paaren sie sich und legen Eier ab, welche meist im Boden oder Ritzen überwintern. Siehe auch Ameisen

Bekämpfung: Da die Wachsausscheidungen die Benetzbarkeit der Tiere mit flüssigen Substanzen erschwert, bewährt sich vor allem das Öl vom Neembaum. Es eignet sich sehr gut zur Bekämpfung aller Arten von Läusen. Das Neemöl-Emulgator Gemisch tötet die Läuse sicher ab. Der Honigtau von Blattläusen kann teilweise mit Seifenwasser abgewaschen werden. Durch die frühen vorsorglichen/prophylaktischen Behandlungen mit 0,25% wird eine starke Vermehrung abgewendet. Sind Pflanzen mit Schild- oder Blatt-Läusen befallen, kann Neemöl-Emulgator 2%-ig angewendet werden. Es ist ratsam dem Spritzwasser etwas Schmierseife/Flüssigseife beizumischen (1 Kaffeelöffel je 5 Liter) um die Oberflächenspannung des Wassers zu brechen. Die Spritzlösung ist so effektiver. Die Pflanzenbehandlungen werden nur am frühen Vormittag bis 9h oder am Abend vorgenommen. Der Spritzbelag soll abtrocknen können, es sollte nicht zu Regnen beginnen in den nächsten 24 Stunden.
Bevor eine Wiederholung durchgeführt wird, wartet man 10- 14 Tage ab. Einige Läuse sterben langsam ab, weil sie keine Nahrung mehr aufnehmen andere weil sie die Atemöffnungen verschliessen konnten während dem Spritzmittelangriff.
Die Weibchen z. B. der Schildläuse scheiden Lack, Wachs oder Seide aus, welche als Schutzschild gegen die Witterung oder gegen Feinde dient. Eier und Junglarven entwickeln sich geschützt unter diesem Schild, der aus dem weiblichen Körper und den Ausscheidungen gebildet wird. Die Weibchen der Gemeinen Napfschildlaus, (Eulecanium corni) bilden den hochgewölbte Schild aus erhärteter Rückenhaut. Darunter befinden sich neben dem Weibchen bis zu 3000 Eier.

Achtung
- Die weissen Flecken (Schildlaus) bleibt an den Pflanzenteilen kleben, die Läuse sind aber tot.

- Wiederholungen und ggf. Behandlungen sind auch in milden Wintermonaten bei günstigen klimatischen Bedingungen erforderlich, z. B. in Gewächshäusern oder gemässigten Zonen. Hier bieten die Systemischen Anwendungen ihre Vorteile. Zum Beispiel mit Neempresskuchen, welcher als Streugut in oder auf den Boden ausgestreut wird. Die enthaltenen Neembestandteile werden mit dem Regen ausgewaschen. Ameisen werden gezwungen die Brut im Boden zu verschieben oder werden an der Verbreitung gehindert.
- Sicher bringt auf Dauer eine kombinierte Behandlung die besten Erfolge.


Blattflecken Krankheiten

Die Blattflecken sind auf vielen Pflanzen insbesondere bei Rosen gut sichtbar. Verstreute gelbliche, braune, graue, rötliche oder schwarze Flecken in verschiedenen Grössen finden sich auf dem Blatt der Pflanzen. Oftmals mit einer schwarzen Umrandung. Die Blattflecken treten zunächst klein und vereinzelt auf, breiten sich in der Folge aber mehr oder weniger schnell aus, erfassen das ganze Blatt und bringen es zum Absterben. Einige dieser Pilze befallen auch Stängel und Blütenknospen. Während des Sommers werden die Sporen dieses Pilzes durch Wasser und Wind übertragen. Gegen Blattflecken ist Neemöl-Emulgator zu 0,25% mit 2,5 Gramm Steinhauer's Salz je Liter anzuwenden. 2,5g = gestrichener Kaffeelöffel. Bei regelmässiger Anwendung bietet Neempresskuchen dauerhaften Schutz vor Pflanzenkrankheiten.

Bei Neem-Trade erhalten Sie ein komplettes Set mit Anleitung gegen Mehltau. Bei Behandlungen mit Neempresskuchen, wird erst nach 6 Monaten oder im Frühjahr eine Besserung ersichtlich! Siehe auch unten Falscher und Echter Mehltau.

Falscher und Echter Mehltau

Info PDF

Der Unterschied vom falschem und echtem Mehltau ist relativ einfach: Falscher Mehltau ist in nasser und feuchter Witterung zu Hause, während der Echte Mehltau trockenes Wetter vorzieht. Falsche Mehltaupilze bilden auf der Blattunterseite meist graue oder grauviolette Pilzteppiche. Auf der Oberseite des Blattes sind nur kleine Verfärbungen sichtbar. Bei stärkerem Befall stirbt das Blatt ab. Die Pilze befallen die Pflanze, indem ihre Sporen im Wasserfilm auf nassen Blättern schwimmen und durch Spaltöffnungen eindringen. Gegen Mehltau gilt es eine Pflanzen-Dusche mit 0,25%-0,5% Neemöl-Emulgator und 2,5 -5 Gramm Steinhauer's Salz je Liter anzuwenden. 2,5g = 1 gestrichener Kaffeelöffel.

Bei Neem-Trade erhalten Sie ein komplettes Set. Siehe Anleitung PDF. Innerhalb 1-3 Tagen ist der Mehltaupilz abgestorben. Eine Wiederholung ist selten oder erst im Spätsommer nötig. Echter Mehltau lebt oft in Symbiose mit andern Pflanzen auf der Blattoberseite. Bei Zucciini, Reben und Kürbis ist dies oft zu beobachten, da aber die Pflanzen eine Resistenz aufweisen ist selten eine Ertragseinbusse hinzunehmen. Hingegen kann Echter Mehltau an anderen Pflanzen unerwünschten krankhaften Befall auslösen und sollte daher auch mit Neem behandelt werden. Siehe auch oben Blattfleckenkrankheiten und unten Pflanzenpilze.

Krautfäule und Thema Pilze

Die Krautfäule ist bei den Tomaten leider weit verbreitet. Sie tritt vor allem in nassen und feuchten Sommern auf. Die Blätter färben sich von der Spitze her braun und tragen grauschwarze Flecken. Häufig ist auch die Blattunterseite komplett mit Pilzen überzogen. Die Triebe vertrocknen oder verfaulen und sterben ab. Die Krautfäule- Pilzkrankheit befällt auch die Kartoffeln. Auf den Blättern entstehen zunächst grau-grüne, dann bräunliche bis schwärzliche Flecken, auf deren Unterseite sich bei feuchter Witterung ein zarter, weisslicher Schimmelrasen entwickelt. Bei feuchter Witterung beginnen die Blätter zu verfaulen, bei Trockenheit verdörren sie. Kartoffelknollen bekommen leicht eingesunkene, braune Flecken, unter denen sich das Knollenfleisch rötlich-braun verfärbt und anschliessend fault.

Behandlung: Ein Befall dieses Pilzes kann durch das Spritzen von Neemöl-Emulgator gestoppt oder sogar verhindert werden. Zu Beginn der Behandlung sind die klimatischen Bedingungen zu beachten. Tomaten oder Kartoffeln werden mit einer Spritzbrühe zu 0,25% Neemöl-Emulgator behandelt. Am besten sofort nach dem Regen anwenden, damit anschliessend die Tomaten gut abtrocknen können. Alle Pflanzenteile (auch Stängel und Blattunterseiten) gut abspritzen mit der Handsprühflasche oder Rückenspritze. Nach 14 Tagen am Abend wiederholen auch wenn es nicht regnet. Bei schlechten klimatischen Bedingungen sollte in regelmässigen Abständen von 14 Tagen eine Behandlung erfolgen. Wechseln die Bedingungen genügt eine Behandlung im Monat. Behandeln Sie keine jungen Stecklinge, Aussaaten und junge Austriebe! Der Pilz breitet sich nur bei klimatischen günstigen Bedingungen weiter aus z.B. bei 10-14°C und 19-21°C und hoher Luftfeuchtigkeit.

Krautfäule-Info PDF

Pflanzenpilze

- Kurzinfo öffnen

Kartoffelkäfer

Der Kartoffelkäfer zählt zu den wichtigsten tierischen Schädlingen. Sowohl die Käfer, insbesondere aber deren Larven können durch Frassschäden erhebliche Ertragsausfälle verursachen an Kartoffeln und auch an anderen Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Tabak etc. Dabei können grosse Flächen innerhalb von Tagen, völlig kahl gefressen werden. Die Pflanze wird ihrer Assimilationsfläche beraubt, was zu einem sofortigen Einstellen des Knollenwachstums führt. Die Verluste sind um so grösser, je kleiner die Kartoffeln in ihrer Entwicklung sind, d.h. je frühzeitiger der Frassschaden eintritt. Die nicht besonders kräftigen Beine, erlauben nur langsame Bewegungen, die Tiere können aber gut fliegen. Ihre schwarz und gelb gestreifte Färbung ist auffallend und soll auf ihre Ungeniessbarkeit hinweisen. Den Kartoffelkäfer vertreibt man mit der Blattdusche (0,25%), dies wirkt abschreckend ausserdem werden die abgelegten Eier unter den Blättern geschädigt. Man kann auch direkt den Käfer besprühen mit (2%). Eine systemische Anwendung gegen die Kartoffelkäfer ist hier sinnlos, da die Kartoffelknollen keine Neemwirkstoffe aufnehmen. Hingegen hemmen oft parasitäre Nematoden (Fadenwürmer) das Wachstum der Kartoffeln. Auf Grund der Nährstoffzusammensetzung und biologisch aktiver Substanzen lässt sich der Neempresskuchen sowohl Insektizid gegen parasitäre Nematoden als auch als Düngemittel oder in Kombination mit anderen Düngemitteln, hervorragend einsetzen. Bei der Vorbereitung der Rabatten /Pflanzfeld soll der Neempresskuchen und ggf. auch der Dünger etwa 10-14 Tage vor der Aussaat in den Boden gearbeitet werden. Damit werden die bioaktiven Organismen angeregt und sorgen für ein ausgeglichenes Bodenklima (Stickstoff, Nitrat und Mikroorganismen) für die Aussaat und das spätere Pflanzenwachstum.

Knospenpilz-Erkrankung (Rhododendren)

Rhododendren kann man gegen die Knospenpilz-Erkrankung mit Neemöl-Emulgator behandeln. Der Knospenpilz wird durch das Stechverhalten der Zikaden übertragen, wodurch die Knospen angesteckt werden und später absterben! Die Pflanzen tragen im Frühjahr keine oder nur wenig Blüten. Nachdem ich 2003 bemerkte, dass die Blütenknospen anmeinen Rhododendren fast alle vom Pilz befallen waren und auch die Pflanzen schon stark in Mitleidenschaft geraten sind, hatte ich sie von Juli bis Ende September regelmässig (alle 14 Tage) tropfnass abgespritzt mit Neemöl-Emulgator Gemisch 1:400 (0,25%). Die Zikaden überleben den Spritzmittelangriff sehr gut, es gilt viel mehr den Pilz zu bekämpfen an Stängel, Blättern und im Boden. Die Zikaden springen und fliegen sehr schnell weg, kommen aber relativ bald wieder zur Pflanze zurück, um sich am Pflanzensaft zu ernähren. Zusätzlich gab es etwas Neempresskuchen für den Boden den ich unter den verwachsenen Pflanzen verteilte. 2004 hatte sich ein grosser Teil der Pflanzen bis zum Frühjahr gut erholt und wunderbar geblüht. Im Verlauf des Jahres kam es auch zur Neubildung von neuem Grün. Die Behandlungen wurden natürlich weiter geführt.... 2011, die Pflanze benötigen in diesem Jahr wieder etwas mehr Zuwendung. In den vergangenen 2-3 Jahren wurde sie etwas vernachläsigt und zeigt wieder Befall.

Allgemeine Informationen

Durch eine Behandlung (Abspritzen/Pflanzendusche) werden selten Nutzinsekten getroffen, denn diese flüchten, wenn man sie etwas aufscheucht oder anfängt zu spritzen. Sie kommen aber wieder zum Nektar zurück. Nutzinsekten haben teilweise ein anderes Stoffwechselsystem, darum kann ihnen Neem fast nichts anhaben. Reife Beeren oder Obstsorten, welche nicht mit einem Lappen (Tuch) abgerieben werden können, sollen nicht behandelt werden, obwohl dies die Haltbarkeit verlängern würde. Der verwendete Emulgator LV41 wird von der Kosmetikindustrie in Mundwassern eingesetzt und benötigt keine Gewässerschutzauflagen und ist somit ideal für unseren Verwendungszweck geeignet. Einige Pflanzenarten wie Rosen, Birnenbaum, Reben und Rhododendren können wegen den vielen Wirkstoffen phytotoxisch reagieren. Die Pflanzen reagieren überempfindlich gegenüber dem Sonnenlicht und zeigen hellgrüne bis gelbe Verfärbungen 2-8 Tage nach der Behandlung. Wichtig damit es nicht zu solchen Reaktionen kommt, nie überdosieren!

Zum Thema Neempresskuchen: Lassen Sie sich, von der Menge Neempresskuchen die auf dem Boden liegt, nicht täuschen! Es sieht nach wenig aus, aber es zeigt seine Wirkung schon nach kurzer Zeit! Gehen Sie vor wie oben angegeben! Behandeln Sie keine Biotope, junge Aussaaten, Stein- u. Kalkpflanzen, Speisepilze, Salate! Produkt nicht in Gewässer entsorgen! Restmengen können an Alt-Öl Sammelstellen entsorgt werden oder der Kehricht-Verbrennnung zugeführt werden.

Info vom Kakteenhändler. Kakteen sind relativ unempfindlich gegenüber Neemöl, wenn die Anwendungen 1:100 erfolgen. Kakteen vorbeugend oder bei Befall nur 2-3-Mal jährlich behandeln. Ebenso ist ein systemisches Vorgehen möglich 1-2-Mal jährlich.
 
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